Boßeln 2015

Indian Summer in Eickenrode

Am 25. Oktober trafen sich 42 Mitglieder und Freunde des Ski-Club-Peine zum alljährlich am letzten Oktober­sonntag statt­findenden Boßel­turnier in Eickenrode. Die große Teilnehmer­zahl überraschte die Verantwortlichen in Organisation und Bewirtung, hatten sich doch in den zurück­liegenden Jahren immer nur ca. 30 Personen zum Boßeln angemeldet.

Aber dem Organisations­team sei Dank, die angemeldeten Mitglieder und Freunde wurden in sechs Gruppen verteilt. Der individuellen Wurf­gewalt aller Teilnehmer wurde Rechnung getragen. Die Zahl der benötigten Würfe am Ende der Boßel­runde zeichnete ein ausgeglichenes Bild des Teilnehmer­feldes. Wie immer in den letzten Jahren hat der Ski-Club-Peine auf die professionelle Unter­stützung aus dem Gasthaus Pröve in Eickenrode vertraut. Den Wirtsleuten von hier aus nochmals ein Dankeschön für die Gestellung der mit etlichen flüssigen Aufwärmern und Durst­löschern bestückten Wagen.

Die Teilnehmer der Boßelrunde wurden in Gruppen eingeteilt und mit den beiden Wagen auf die Runde geschickt. Am Anfang der Runde war der Himmel noch bedeckt, das Wetter besserte sich jedoch mit zunehmendem Verlauf, ab Mitte der Strecke fand die Tour wieder bei Sonnen­schein und angenehmen Temperaturen statt. Da wir einen windstillen Tag für die Boßeltour erwischt hatten, konnte die Sonne an diesem 25. Oktober nochmals ihre Kraft entfalten, was die Teilnehmer dankend annahmen. Die intensive Laub­färbung wurde von den Sonnen­strahlen noch verstärkt, was einige Teilnehmer zu einem Vergleich mit dem Indian Summer veranlasste.

Sinn des Boßelns ist es ja, die Kugel auf der Strecke möglichst weit zu werfen. Vermeiden sollte jeder Werfer, die Kugel in den wegbegleitenden Gräben zu versenken. Diese Vorgabe wurde nicht von allen Teilnehmern erfüllt. Meinen ersten Wurf mussten wir nach intensiver Suche aus dem Graben »retten«. Die zweite Gruppe hatte etwas mehr Pech, gelang es doch in der letzten Kurve vor der Zielgeraden, das Sportgerät zu versenken. Hieran schloss sich eine etwa halb­stündige Suche an, da die Kugel trotz Einsatz des Keschers lange Zeit verschwunden blieb. Diese Kurve ist bei allen Boßelern sehr beliebt, da sich hier immer wieder Dramen abspielen, wenn die Kugel im Graben landet. Auf dem gesamten Weg mussten einige, dem Wagen vorauseilende Boßeler, lautstark dazu aufgefordert werden, sich umzudrehen und auf die rollenden Kugeln zu achten. Außerdem behindern die »Wanderer« auch den nachfolgenden Werfer, da dieser sich nicht traut mit aller Kraft zu werfen und damit eine mögliche Verletzung anderer Teilnehmer zu riskieren. Also bitte im eigenen Interesse: Achtet künftig auf die rollenden Kugeln. Dies schont auch die Stimme der Verantwortlichen. Die Kugeln können schmerzhafte Prellungen hinterlassen, wenn ein Bein im Wege steht.

Wir hatten jedoch Glück, unsere Tour endete ohne Blessuren. Zur Halbzeit hatte das Gasthaus Pröve wie immer ein Kuchenbuffet aufgebaut, an dem sich die Boßelfreunde gütlich taten und die mitgebrachten Heißgetränke dankend annahmen. Das Ganze bei beginnende Sonnen­schein. Die Pause wurde deshalb etwas ausgedehnt, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat. Derart gestärkt, aufgewärmt und ausgeruht wurde der zweite Teil der Strecke in Angriff genommen. Um 15 Uhr hatte der erste Wagen mit 21 Teilnehmern die Tour beendet, die zweite Gruppe war nicht weit entfernt, sollte also etwa 20 Minuten später auch ankommen. Die Geduld der bereits Wartenden wurde dann bei einer Gersten­kaltschale aber wegen des beschriebenen Missgeschicks mit der versenkten Kugel länger auf die Probe gestellt.

Die Auswertung der Rundenzettel brachte eine Sieger­gruppe hervor, die mit großem Abstand vor den anderen, nach der Wurfanzahl dicht beieinander­liegenden Gruppe die vom Gasthaus Pröve spendierten Stärkungen geistiger Art genießen durften.

Anschließend saßen wir bei Sauerfleisch und Mattjes noch für einige Stunden zusammen, bevor wir uns nach einem schönen Boßeltag, einem guten Essen und schöner Unterhaltung mit Freunden auf den Heimweg machten.

Friedrich-Karl Ulrich (Pressewart Ski-Club-Peine) Tel.: 05171 52523

 

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